EU-Inc.: Weckruf für den Startup-Standort Schweiz

Die Initiative «EU-Inc.» zielt darauf ab, zentrale Schwächen des europäischen Startup-Ökosystems anzugehen: regulatorische Fragmentierung, komplexe und langsame Gründungsprozesse sowie Hürden beim grenzüberschreitenden Skalieren. Konkret wird eine einheitliche, digital gründbare EU-Rechtsform geprüft, die es Startups ermöglichen soll, einfacher und schneller innerhalb der EU zu starten und zu wachsen. 

Eine solche Rechtsform kann hier echte Vereinfachungen bringen. Dass Europa diesen Schritt prüft, ist aus Sicht der Startup-Szene zu begrüssen. Es zeigt das Bewusstsein, dass regulatorische Rahmenbedingungen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor im globalen Innovationsrennen sind.

Warum EU-Inc. für die Schweiz relevant ist

Für die Schweiz ist diese Entwicklung zugleich ein Weckruf. Zwar ist die Schweiz kein EU-Mitglied, steht aber im direkten Standortwettbewerb mit europäischen Innovationszentren. Wenn selbst die Europäische Union regulatorische Vereinfachungen vorantreibt, während in der Schweiz wichtige Modernisierungen nur langsam vorankommen, steigt der Druck auf den hiesigen Standort. Internationale Gründer, Talente und Investoren vergleichen heute klar: Geschwindigkeit, Planbarkeit und administrative Einfachheit. Wer hier zurückliegt, verliert an Attraktivität.

Der eigentliche Risikofaktor: Reformtempo

Ein möglicher Attraktivitätsverlust droht der Schweiz nicht wegen schlechter Grundlagen, sondern wegen zu geringem Reformtempo. Während andere Standorte gezielt regulatorische Vereinfachungen umsetzen, digitale Prozesse ausbauen und neue Rechtsformen prüfen, bleiben in der Schweiz viele Reformvorhaben komplex, fragmentiert oder langfristig angelegt. Für Startups, die in kurzen Zyklen denken und handeln müssen, ist Zeit jedoch ein zentraler Wettbewerbsfaktor.

Was jetzt zu tun ist

Für die Swiss Startup Association ist deshalb klar: Die Schweiz darf diese Entwicklung nicht passiv beobachten. Jetzt ist der Zeitpunkt, die eigenen Rahmenbedingungen gezielt weiterzuentwickeln und internationale Best Practices zu prüfen. Standortpolitik ist Wettbewerb. Wer zu spät reagiert, fällt zurück.

Die SSA wird sich mit konkreten Vorschlägen zur weiteren Stärkung des Startup-Standorts Schweiz einbringen. Ziel ist, dass die Schweiz auch künftig zu den führenden Innovations- und Gründungsstandorten der Welt gehört.

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