Standpunkt zur Steuer-Initiative der Juso (99%-Initiative)

Liebe Startup-Community

Am Sonntag, 26. September, wird über eine Volksinitiative abgestimmt, welche bei einer Annahme auch für den Startup- und Innovationsstandort Schweiz weitreichende Folgen hat. Die sogenannte 99%-Initiative will Kapitaleinkommen zu 150% besteuern und damit eine Umverteilung von vermögenden zu weniger vermögenden Personen herbeiführen.

Frei von Parteipolitik möchten wir euch nachfolgend aufzeigen, weshalb die Initiative aus unserer Sicht abgelehnt werden muss. Wir konzentrieren uns dabei auf diejenigen Elemente, von welchen Jungunternehmen sowie deren Gründer:innen besonders betroffen wären:

  • Wachstum wird gehemmt

Für Wohlstand und Erfolg müssen Risiken eingegangen werden. Dieses Risiko tragen heute oftmals Startups – also hoch innovative und skalierbare Geschäftsmodelle – die meist über Jahre entwickelt werden, um später als KMU hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Insbesondere drei Grundpfeiler ermöglichen das Wachstum eines Startups: Gründer:innen, Mitarbeitende und Investor:innen. Eine höhere Besteuerung von Gründer:innen, Mitarbeitenden und Investor:innen mindert Investitionen und hemmt so das Wachstumspotenzial von Jungunternehmen.

  • Hohe Besteuerung beim Exit

Die Gründung eines Startups bedeutet für Jahre sehr viel Arbeit zu einem sehr tiefen Lohn. Ein Scheitern ist möglich und niemand wird den Gründer:innen dafür Geld zurückgeben (was alle vermutlich auch für richtig halten). Haben sie aber Erfolg und verkaufen das Unternehmen, erhalten sie Geld für die investierte Arbeit, den Mut und das eingesetzte Kapital. Wird dieser Betrag wegen der 99%-Initiative massiv besteuert, geht ein weiterer Anreiz verloren. Es schwindet nicht nur die Motivation, sondern auch die Arbeitsplätze, denn Startups sind die Arbeitgeber von morgen. 

  • Mangel an Investor:innen und unattraktive Mitarbeitendenbeteiligung

Gleiches Problem stellt sich bei einer Annahme der 99%-Initiative für die Investor:innen (egal ob Unternehmen, VC oder Privatinvestor:innen) und Mitarbeitenden: sie vertrauen dem Startup ihr oftmals bereits versteuertes Kapital resp. einen Teil des Lohnes zugunsten einer Beteiligung am Unternehmen an, an das sie glauben. Wird der Gewinn aus dem Verkauf eines erfolgreichen

Startups massiv besteuert, lohnt sich weder ein Investment noch eine Mitarbeitendenbeteiligung in einem Startup (respektive verschlechtern sich die Konditionen dafür für alle massiv).

Wir bitten euch daher, die obigen Argumente bei eurer Stimmabgabe zu berücksichtigen und freuen uns, wenn ihr in eurem Umfeld entsprechend informiert und/oder dieses Mailing weiterleitet und postet.

Selbstverständlich stehen wir auch bei kritischen Fragen gerne zur Verfügung. Weitere Informationen findet ihr zudem auf https://nein-zu-99prozent.ch.


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